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Thema 20. Relativsätze mit „wo(-)/ wor(-)ˮ


Relativsätze sind Nebensätze, die zusätzliche Informationen meistens zu den Nomen, aber häufig auch zu den Pronomen geben können. Sie stehen in der Regel entweder direkt hinter dem Beziehungswort, von dem sie abhängen, oder am Ende des Hauptsatzes.

Beispiele:

David, der (Nominativ – wer?) im 4. Stock wohnt, kann sehr gut Fußball spiel.

Jakob, dessen Schwester (Genetiv – wessen?) mit mir in dieselbe Klasse geht, studiert schon Medizin an der Universität.

Die Kollegen, mit denen (Dativ – mit wem?) ich zusammen arbeite, helfen mir gern.

Der Clowns, den (Akkusativ) wir im Zirkus gesehen haben, ist sehr sympathisch und lustig.

 

Man bildet die Relativsätze entweder mit Relativpronomen oder mit Relativadverbien. Beachten Sie aber, dass man im Relativsatz oft einen ganz anderen Fall gebrauchen muss als im Hauptsatz.

Beispiele:

Moritz ist ein Freund (Nominativ) von mir, dem (Dativ) ich vertrauen kann.

Ich lese Bücher (Akkusativ), in denen (Dativ) der Autor über sein Leben schreibt.

Lina (Nominativ), deren Bruder (Genetiv) in der Wiener Oper als Sänger tätig ist, kann sehr schön Klavier spielen.

 

Relativadverbien wo, worüber, womit, wofür usw. können neben Relativpronomen einen Hauptsatz und einen Nebensatz verbinden, aber im Unterschied zu Relativpronomen ändern sie ihre Form nicht. Oft beziehen sich Relativadverbien auf den ganzen Satz. Beachten Sie, dass Relativadverbien keine Fragewörter sind, darum steht am Ende des Satzes kein Fragezeichen, sondern ein Punkt. Es geht in diesem Fall häufig um eine indirekte Frage.

Beispiele:

Sag mir bitte, womit du nach Hause fährst.

Ich zeige dir auf dem Stadtplan, wo ich wohne.

Emilia hilft ständig ihren Geschwistern, wofür sie ihr sehr dankbar sind.

Meine Tante besucht uns jedes Jahr zu Weihnachten, worüber ich mich sehr freue.

 

Wenn eine Präposition mit einem Stimmlaut a-, ü-, i- beginnt, dann gebrauchen wir wor-, z.B.: auf – worauf, in – worin, über – worüber, an – woran usw. Falls eine Präposition mit einem Konsonanten anfängt, gebraucht man wo-, z. B.: für – wofür, mit – womit, zu – wozu ect.

Beispiele:

sich interessieren für (A) – wofür: Sag mir bitte, wofür du dich interessierst.

fahren mit (D) – womit: Ich möchte wissen, womit wir ans Meer fahren.

diskutieren über (A) – worüber: Die Studenten haben dem Journalisten erzählt, worüber sie mit Politikern diskutiert haben.

arbeiten an (D) – woran: Mein Kollege hat mir nicht gesagt, woran er zurzeit arbeitet.

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